Wie ist das Leben in den Containern? Habt ihr Freunde gefunden? Was war auf der Flucht am hilfreichsten? Was war das schlimmste Erlebnis?Wie geht es eurer Familie?

 

 Diese und viele weitere Fragen dürfen die Schüler der Klassen 5 bis 9 diese Woche einigen irakisch- und kurdischstämmigen Männern, die erst kürzlich nach Deutschland geflüchtet sind stellen.

 

 

Zunächst einmal wurden die Herkunftsländer der Männer lokalisiert.

 

 Daraufhin legten die Schüler mit interessanten Fragen los. Herr Belhadj, ein Weikersheimer Mitbürger, übersetzte ins Arabisch und Frau Baziany, Lehrerin an der GMS, übersetzte ins Kurdische.

 

Die Berichte der Flüchtlinge zeigten, dass die Zustände in den Heimatländern fernab von Sicherheit, Friede und einem gemeinsamen Miteinander das durch Menschlichkeit geprägt ist, sind. Vielmehr wurde allen schnell bewusst, dass die Perspektivlosigkeit und die Gefahren des alltäglichen Lebens im Irak, in Syrien und in kurdischen Gebieten mehr als Grund genug sind, sich auf den gefährlichen Weg nach Deutschland zu begeben.

Worin sich alle einig waren, war, dass sie überwältigt von der Willkommenskultur in Deutschland sind, dass sie hier endlich ein "normales" Miteinander erleben durften, dass sie sich nun als Menschen geschätzt fühlen.

 

Pläne und Wünsche haben alle. Gerne würden sie arbeiten, aber zunächst einmal die deutsche Sprache lernen.

Der Gesprächskreis zeigte an diesem Tag, dass Vorurteile -zumindest teilweise - abgebaut werden können, wenn der Begriff oder die anonyme Masse "Flüchtlinge" ein Gesicht erhält, wenn man Einzelschicksale hört und wenn man in Kontakt miteinander tritt.

 

Dies war sicherlich nicht das letzte Mal, dass Flüchtlinge an unserer Schule herzlich willkommen sind.
Es sind bereits weitere Aktionen von Schülern als auch Lehrern geplant.