Heitere Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau

Alle Beteiligten sind stolz auf gemeinsam Geleistetes (23.Februar 2018)

 

„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss in die Schule gehen!“ mit putzmunterem „Handwerker-Rap“ eröffnete der Grundschulchor die Einweihungsfeier für den   Erweiterungsbau. Oft genug haben sie sich während der Bauzeit die Nasen an den Fenstern platt gedrückt: Hoch spannend war die Bauphase vom Aushub der megatiefen Baugrube bis zum minutiös geplanten Tanz riesiger Elemente am Baukran.

 Unfallfrei, passgenau und ohne Unterbrechung des Schullebens sind die Arbeiten gelaufen – für die Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft ebenso ein Grund zur Freude wie für den Stuttgarter Architekten Martin Wypior, Weikersheims Bürgermeitser Klaus Kornberger als Vertreter des Schulträgers und auch Schulamtsdirektor Alois Schmitt. Letzterer kam mit besonderer Freude zur Einweihungsfeier an „seiner“ Schule, wo er als junger Blockpraktikant ins Lehrerhandwerk und später als Schulleiter in die Schulgestaltungspolitik einstieg.

Er brenne für diese Schulart, bekannte Schmitt: Die Gemeinschaftsschule sei gerade im ländlichen Raum aufgrund ihres breiten Angebots und der individuellen Förderung auf drei Niveaustufen im Rahmen gemeinsamen Lernens mit verbindlichem Ganztagsbetrieb wegen schlicht perfekt. Schmitt kennzeichnete die Gemeinschaftsschule als „neue Dimension in der Schullandschaft“, die in Weikersheim „so problemlos wie in den wenigsten Gemeinden“ Fuß fassen konnte. Die Stadt habe die Zeichen der Zeit erkannt und der Tag der Einweihung sei ein „toller Tag für Weikersheim, die Schullandschaft, die Kinder, die Eltern und die Lehrer.“

Es sei regelrecht „eine verschworene Gemeinschaft“ samt Lehrerteam, Eltern- und Schülerschaft gewesen, die auf diese Entwicklung hinarbeitete, erläuterte Weikersheims Bürgermeister Klaus Kornberger. Er lobte die intensiven Kontakte zwischen Kommune, den Schulleitungen – vor Rektor Peter Pflüger hatte  bereits seine Vorgängerin Renate Böhrer – und dem Planungsteam um den Stuttgarter Architekten Martin Wypior: In gemeinsamen, interdisziplinär besetzten 'Workshops' sei die Schule als Lebensraum mit angenehmer Arbeitsatmosphäre, der alle Beteiligten durch ein Wir-Gefühl verbinde, weiter gestaltet worden. Kornberger hob auch die unkomplizierte Zusammenarbeit sowie den regelmäßigen, partnerschaftlichen Austausch mit dem Gymnasium hervor - „ein Alleinstellungsmerkmal für die so Schule“, so der Bürgermeister.

Insgesamt wurden – unterstützt vom Land über die baden-württembergische Schulbauförderung, 3,4 Millionen Euro verbaut – für den Erweiterungsbau mit Mensa,  Klassen- und Gruppenräumen und Schulbücherei  sowie Sanierungen und Neugestaltungen von der neuen Lehrküche über Werkräume und Lernstudios bis hin zum Lehrerzimmer. Zweckmäßig und zeitgemäß sei alles geraten – und man werde nicht nachlassen, auch den Bereich Naturwissenschaft und Technik zeitnah weiterzuwentwickeln – auch, da man um das Anforderungsprofil der regionalen Unternehmen wisse. Am von Grundschulen über Förderschule und Gemeinschaftsschule mit vielfältigen Abschlussmöglichkeiten bis hin zum Gymnasium breit aufgestellten Schulstandort will die Kommune dran bleiben am Thema Bildung und Betreuung, so Kornberger: „Denn alles, was wir in die Schulen investieren, alles, was wir in die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen investieren, investieren wir in die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes.“

Architekt Martin Wypior und Rektor Peter Pflüger ermöglichten den zahlreichen Gästen aus dem Bildungsbereich und Gemeinderat, der Wirtschaft und speziell den am Bau beteiligten Unternehmen, Kirchen und Gesellschaft gemeinsam einen Rückblick auf die Bauphasen von der Baugrunduntersuchung übers Richtfest bis zu den abschließenden Innenarbeiten und dem Umzug der ersten Schulklasse.

In gemeinsamer heiterer Moderation führten Schulsprecher Paul Rülicke, der Elternbeiratsvorsitzende Andreas Fischer-Klärle und Rektor Peter Pflüger durch das Programm der Einweihungsfeier. Mit improvisiertem Spiel zeigten die Aktiven des Theater-Projekts der Klassen 5 bis 7, wie einfache Utensilien wie Stock, Korb Hut und Tuch ein kreatives Ideenfeuerwerk entfachen können; ihnen war ebensoviel Beifall sicher wie den Tanz-Projekt-Teilnehmerinnen der Klassen 5 - 7, die unter der Leitung von Isabell Deißler eine muntere Choreographie einstudiert hatten. Abschließend präsentierte Schülerinnen und Schüler der Klasse 9, wie sicher sie nicht nur bei Standardtänzen übers gesellschaftliche Parkett gleiten können. Gern reihten sich da Schulleitung und Bürgermeister ein.