Wie schön, dass sie jetzt Rektor sind...

 

An der Gemeinschaftsschule Weikersheim wurde Peter Pflüger im Rahmen einer bunten Feier als neuer Schulleiter eingesetzt.

Weikersheim. Man kennt sich bestens: Schon seit 2008 ist Peter Pflüger an der Schule, die damals noch Grund-, Haupt- und Werkrealschule hieß. Jetzt ist sie GMS, Gemeinschaftsschule - und Peter Pflüger Schulleiter. Gefeiert wurde das am Freitag - mit Grundschul- und mit Lehrerchor, mit Tanz, kleinem Büffet und feinen Reden.

 

Sogar der Lokalsender Weikersheim war da, mit Reporterin und Moderatorin Jennifer Zebisch; als Schülersprecherin weiß sie natürlich, wie man Interviewpartner zum Reden bringt. Zu den Gästen gehören neben Pflügers Ehefrau Claudia und den vier Töchtern Vertreter von Kultusministerium, RP und Schulamt, der Stadt, der Kirchen und der Nachbarschulen, der Elternschaft, der Schüler, schlicht und wie von Jennifer Zebisch perfekt auf den Punkt gebracht: "Alles, was Rang und Namen hat."

Konrektorin Wolf übernahm die Begrüßung, der Grundschulchor unter der Leitung von Isolde Neef das heitere Einstiegsständchen: "Wie schön, dass Sie jetzt Rektor sind!", schmetterte die muntere Rasselbande aus rund 30 Kehlen.

Ursula Jordan, die leitende Schulamtsdirektorin, die den neuen Schulleiter, dem sie seine Ernennungsurkunde schon vor mehreren Wochen überreicht hatte, zeigte sich überzeugt, dass dieser Schulleiter mit hoher Sach-, Sozial- und Personalkompetenz genau der Richtige ist, um die Gemeinschaftsschule in die Zukunft zu entwickeln. Kurz verwies sie auf den Werdegang des gebürtigen Tauberrettersheimers, der nach der Ausbildung zum Fachlerher für Sport und Technik/Werken und anschließendem Zivildienst im Jugendhaus Seemoos Friedrichshafen zunächst an der Schlossschule in Immendingen an der Donau arbeitete, ehe er an der PH Weingarten und am Saatlichen Seminar Bad Mergentheim seine Ausbildung weiterführte. Nach fünfjähriger Tätigkeit an der GHWRS Mulfingen wechselte er nach Weikersheim - zur Freude vieler Schülerinnen und Schüler, die ihn in höchsten Tönen loben. Aktionstage mit ihm: "Einfach der Hammer".

Auch Bürgermeister Klaus Kornberger ist sicher: Die Vorschusslorbeeren hat er verdient. Als Teamplayer und Netzwerker hat er den engagierten Lehrer kennengelernt, der sich bereits im Vorfeld der Umwidmung zur Gemeinschaftsschule im Planungsteam für die weitere Profilierung der Schule einsetzte. Zum Profil gehört auch die ganzheitliche Bildung: An dieser Schule wird nicht nur gesungen, sondern auch getanzt, und das mit sehr viel Schwung, wie die Mädchen der Klassen 5 bis 7 bewiesen. Dass sie Gemeinschaft so richtig ernst nehmen, hatten der stellvertretende Schülersprecher Paul Rülicke und der Elternbeitratsvorsitzende Andreas Fischer-Klärle bereits bei der Verabschiedung von Pflügers Vorgängerin Renate Böhrer unter Beweis gestellt. Diesmal bezogen sie das komplette Publikum ein, das als Chor einzufallen hatte. Er ist "ein Schulleiter unserer" - der Publikumschor bestätigt: "unserer!" - "Wahl", mit dem sich Eltern- und Schüler eine "erfolgreiche gemeinsame Zukunft" wünscht.

 

Und dann bestätigt auch der Lehrerchor - begleitet von Cajons, die die Schüler gemeinsam mit Pflüger gebaut haben und die beim ersten Schulfest ihre Auftritts-Premiere hatten - zur Melodie von "Horch, was kommt von draußen rein?": "Er ist der Mann der ersten Stunde! Er führte an die Schulentwicklung, mit Schwung bestimmte er die Richtung!"

Jetzt gelte es, an der "Schule im Umbruch" den Umbau zur Gemeinschaftsschule weiter fortzuführenen, so Pflüger in seiner Dankesrede. Jeden Tag komme er - trotz Baustelle - aufgrund des tollen Schulklimas gern an die Schule.

Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit in der komplexen postmodernen Welt sei aber nicht von der Schule allein zu stemmen. Dabei setzt er nicht nur auf die Eltern, sondern auch auf die Stadt als Schulträger, die gemeinsam mit dem Land Rahmenbedingungen schafft.

Die Einsetzungsfeier endete mit vielen guten Wünschen für den neuen Schulleiter und die Schule - und einer Stärkung für alle am kleinen, von der Stadt zum Fest spendierten Büffet.

FN vom 20. Oktober 2016