Herzlich Willkommen auf der Homepage der GMS Weikersheim 

Aktuelles im Schuljahr 2020/21:


Ab Montag, den 27.09.2021 müssen wir laut Coronaverordnung Schule

die Schülerinnen und Schüler 3x pro Woche testen.

Die Tests werden montags, mittwochs und freitags durchgeführt.


Schuljahrsschluss mit Fußballtalk und Schnecke Perpetua

Open Air-Gottesdienste beschließen außergewöhnliches Schuljahr

Weikersheim Das GMS-Schuljahr mit Open Air-Gottesdiensten abzuschließen, könnte sich zur Tradition entwickeln. Vor Weihnachten hatte Corona einen Gottesdienst im Kirchenraum unmöglich gemacht. Aber sollte man die Schülerinnen und Schüler ganz ohne Segen in die Ferien entlassen? Schlicht unvorstellbar. Gemeinsam trotzten Schülerschaft und Lehrer beim ersten Winter-Draußen-Schlussgottesdienst Corona und der Kälte.

Im Sommer geht das noch viel besser: Religionslehrerin Maria Bopp und Pfarrer Andreas Vogt luden im Schulhof, auf dem aus bunt bemalten Steinen ein großes „GMS“ gelegt worden war, erst die Sekundarstufe dann die Grundschulklassen zum Rückblick auf ein außergewöhnliches und herausforderndes Schuljahr ein.

Die Großen wie die Kleinen - und Lehrer Max Ortmeier mit seiner Trompete vom Schulbalkon aus - gestalteten die Gottesdienste mit: Allesamt hatten sie sich eine Schulstunde lang gestaltend dem Rückblick aufs Schuljahr gewidmet, sich überlegt, was für jeden einzelnen das Schuljahr besonders machte. Es war keineswegs nur die Pandemie, die für die Schülerinnen und Schüler das Schuljahr bestimmte. In ihren bunten Steingestaltungen drückten etliche Dank aus: für Freundschaften, guten Unterricht, einzelne Fächer. Selbst das groß aufgemalte Coronavirus - immerhin für alle ein echter Stein des Anstoßes - lächelt.

Sie haben es hinbekommen, dieses Schuljahr, und zwar gemeinsam, so wie die Fußballteams bei der EM und der Olympiade. Wie sie das geschafft haben, stellten einige der älteren Schüler und Schülerinnen im „Kabinengespräch“ dar, bei dem sich anfangs der Torwart oder der Torschütze als die Allergrößten empfinden. Aber was wäre der Torwart ohne Verteidiger, der Torschütze ohne Stürmer – und beide ohne die Mittelfeldspieler? Das Team funktioniert nur gemeinsam, und zwar nur dann, so eine weitere Schülergruppierung, wenn klappt, worauf‘s ankommt: Nett zueinander zu sein – und auch das eigene Ego ein bisschen zu streichen; niemanden auszuschließen, einander zuzuhören und miteinander zu reden; sich etwas zuzutrauen und anderen zu vertrauen – und manchmal auch darauf, auf den Spielführer zu hören.

Ums Team-Miteinander ging es auch schon dem missionierenden Apostel Paulus, der in seinem ersten Brief an die Korinther der Gemeinde ins Stammbuch schrieb, dass Kopf, Hand, Fuß, Mund, Augen und Ohren nur in ihrer Zusammenarbeit den Menschen ausmachen. Und so, erläuterte Paulus, seien auch die Einzelmenschen mit unterschiedlichsten Talenten gemeinsam der eine Leib von Christus. Auf die Lesung von Pfarrer Vogt folgten die Fürbitten, in die die Schülerinnen und Schüler auch die Opfer der Pandemie und der jüngst erlebten weiteren Katastrophen einschlossen.

Ein kleines Grundschüler-Trüppchen, angeleitet durch Lehrerin Hildegard Hellinger, ermutigte die Mitfeiernden durch die ebenfalls in Szene gesetzte Geschichte der beharrlichen Schnecke Perpetua, die sich schon zwei Wochen vorm vierten Geburtstag der weit entfernt wohnenden Maus Felix auf den Weg macht, um mitfeiern zu können. „Auch langsam komme ich zum Ziel, weil ich‘s wirklich will“, hält sie allen geschäftigen und eilenden Wesen – der Brieftaube Postella, der Ameise Hektika, der Eidechse Clara von Eilig und auch dem genusssüchtigen Schmetterling Lysander - entgegen, die sie entmutigen wollen. Und siehe da: Schnecke Perpetua kommt wirklich ans Ziel – pünktlich zur Feier des sechsten Geburtstags von Felix, der Maus.

Ganz wunderhübsch haben sie das vorgetragen und dargestellt und in neuer Gruppierung bei ihren Fürbitten auch an die Viertklässler gedacht, die nach den Ferien so unendlich vielem Neuen begegnen werden. Für alle, die nach den Ferien die Schule wechseln, ob Schüler, ob Lehrer, gab‘s zur Erinnerung ein Freundschaftsband und einen Segensgruß, den Pfarrer Vogt und Schulseelsorgerin Maria Bopp auf alle Anwesenden ausweitete.

Es möge für „jeden Schauer einen Schirm, jeden Sturm einen Regenbogen, für jede Träne ein Lachen und für jedes Problem einen Freund, es zu teilen“ geben, hieß es im Segensgebet.

Ihre unter anderem im Religionsunterricht gestalteten „Schlusssteine“ konnten die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen dann nach dem Schlussgong der letzten Schulstunde vor den großen Ferien abholen. Ganz schnell ging das nicht: viele warfen erst noch einen genauen und nachdenklichen Blick auf die Steine, auf denen Mitschüler und Mitschülerinnen aller Klassen in Texten und Bildern ihren Sorgen und Freuden Ausdruck gegeben hatten.


Real - und Hauptschul - Abschlussfeiern wieder unterm

Corona - Regime

 

Weikersheim Schon im vergangenen Jahr mussten sich die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschulabschlussklassen mit einer drastisch abgespeckten Entlassfeier begnügen. Statt eines Fests im großen Rahmen gab‘s nur die Corona-Sparversion mit Eltern in der Schulmensa. Für jede Rede bekam das Mikrophon einen neuen Schutzbezug. Der konnte zwar dieses Jahr wegbleiben, aber vom Glanz der Abschlussfeiern blieben auch heuer nur der festliche Raumschmuck und die eleganten Outfits der jungen Damen und Herren, die sich jetzt aufmachen können ins weitere Leben.

„Eigentlich wollten wir keine Wiederholung der Verabschiedungen des Vorjahrs mit Masken, Abstand und Desinfektionsstation,“ berichtet die stellvertretende Schulleiterin Gudrun Wolf. Angesichts zunächst sinkender Inzidenzwerte – der Kreis freute sich vier Tage lang über die lang ersehnte 0,0 – hatte die Schule nach dem offiziellen Teil ein gemütliches Open Air-Beisammensein mit den Absolventen, ihren Eltern und Lehrern vorgesehen. Die Entwürfe für den Pausenhof-Festschmuck lagen parat. Und dann explodierten die Zahlen. Vollbremsung, Umplanung.

Wie kriegt man‘s trotzdem schön, feierlich, erinnerungswürdig? Schöner Raum- und Tischschmuck und das schuleigene Bläserensemble machten es möglich. Maximilian Ortmeier, seines Zeichens auch Turmbläser in Bad Mergentheim, der seit diesem Schuljahr zum Kollegium zählt, leitet das kleine Ensemble. Dank guter Witterung fand das Quintett einen coronagerechten Auftrittsplatz im Schulhof vor der Mensa.

Vieles sei anders im Pandemiezeit-Schulleben, so Rektor Peter Pflüger mit Blick auf Homeschooling,  Wechselunterricht und vielfältige Hygiene- und Abstandsregeln, die mit Wegmarkierungen auf den Fluren und in Treppenhäusern oft genug sogar den kleinen Plausch mit entgegenkommenden Mitschülern verhindern. Und dennoch haben sie‘s geschafft, die Realschulabsolventen und

-absolventinnen ebenso wie die Hauptschüler und -schülerinnen, die jetzt zum Sprung ins weitere Leben ansetzen.

Was nehmen sie mit auf diesem Weg? Bilder – vielleicht von Fluren, Bänken, Pausenecken, Plätzen, an denen sie Freude und Enttäuschungen teilten, Freundschaften natürlich und reichlich Erinnerungen – lassen die Gedanken schweifen.

Und wo geht‘s hin? Jürgen Vossler bei den Zehntklässlern und Bürgermeister  Klaus Kornberger für die „Neuner“ skizzierten weitere Etappen auf der Lebensreise. Vossler, Kreistags- und Gemeinderatsmitglied und selbst einst hier Schüler, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich. Vossler, Chef eines Heizungsbauunternehmens, hofft auch auf Ausbildungsentscheidungen fürs Handwerk. Kornberger wünschte den Entlassschülerinn und -schülern, die unter schwierigen Bedingungen auf die Prüfungen vorbereitet wurden, für ihren weiteren Lebensweg, privat und beruflich, Glück und Erfolg. „Bleiben Sie neugierig auf das Kommende! Finden Sie den für Sie richtigen Weg, treffen Sie Entscheidungen und setzen Sie diese konsequent um.“

Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem Schulträger ist sehr gut und so war es möglich, die Digitalisierung schnell umzusetzen und trotz angespannter Haushaltssituation die technische Ausstattung inklusive mobiler Endgeräte auszubauen.

Unter dem Motto „Nach der Schule ist mitten im Leben“ gratulierte die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats Bianca Fries herzlich. Religionslehrerinnen Maria Bopp und Rebecca Hayn und Religionslehrer Philipp Baier luden die Schüler zu einem Abschieds- und Neubeginn-Ritual ein: Was in den vergangenen Jahren beschwerte, wurde symbolisch in der Feuerschale verbrannt, was Wunsch für die Zukunft ist, mit Luftballons in die Welt geschickt.

Gemeinsam mit Rektor Pflüger konnten die Klassenlehrer Michael Baum und Denis Dallmann etlichen Schülerinnen und Schülern nicht nur ihre Abschlusszeugnisse überreichen, sondern auch Belobigungen aussprechen und Preise vergeben.

Schülerbeiträge rundeten den kleinen Festakt ab. Da gab es heitere Fotorückblicke auf Klassenaktionen, Ausflüge, Feste – und Schüler forderten Lehrkräfte heraus, sie anhand von Uralt-Kinderbildern zu erkennen. Gar nicht so einfach, doch die richtige Zuordnung klappte fast immer auf Anhieb. Und ein kleines „Wer wird Millionär-Quiz“ bei dem 2 Lehrerteams gegeneinander antraten und die Fragen meist ganz schnell beantworten konnten.

 

Entlassschüler/innen der Klasse 9: Jule Blumenstock, Dennis Fries, Sandy Gerlinger, Alicia Göttlich, Marvin Harder, Julia Hein, Luis Hermann, Micha Hertler, Lucie Horn, Till Kämmler, Benedikt Kraft, Stephan Krämer, Darius Krüger, Zerina Mujevic, Tobias Sambeth, Abdourahman Shik Muhamed, Darlene Teufel, Catalin Visan.

 

Belobigungen für ihre Leistungen erhielten Jule Blumenstock, Dennis Fries, Marvin Harder. Luis Hermann, Stephan Krämer.

 

Entlasschüler/innen der Klasse 10: Schirin Belhadj, Amy Biswanger, Robin Dreyer, Lorenz Frieß, Sina Gaumert, Anna Götz, Max Grade, Lara Herrmann, Nico Hirsch, Marco Hitzfelder, Jouly-Mae Hoyer, Marie Kaufmann, Lina Kolb, Lucia Leupold, Thilo Mönikheim, Linus Müller, Julia Neser, Karolin Petrich, Alina Schmitt, Yara-Sue Sperath, Franzi Zechmeister, Carlotta Zobel.

 

Preise für besonders gute Leistungen gingen an Jouly-Mae Hoyer, Alina Schmitt, Franzi Zechmeister, Carlotta Zobel.

 

Belobigungen erhielten Lorenz Frieß, Anna Götz, Lara Herrmann, Nico Hirsch, Marco Hitzfelder, Thilo Mönikheim.


Sporttag an der GMS Weikersheim


Erste Begegnung der Erstklässler mit "ihrem" Hallenbad.

Aufatmen nach 15 Monaten: "Hurra, wir schwimmen wieder!"

15 Monate lang saß die Gemeinschaftsschule sozusagen „auf dem Trockenen“: Coronabedingt hatten die Schulen seit Mitte März 2020 schlicht keinen Zugang mehr zum Hallenbad. Schulschwimmen? Fehlanzeige. Jetzt eroberten die Erstklässler erstmals das feuchte Element im Hallenbad.
Ganz schön aufgeregt waren sie: Noch kein einziges Mal hatten sie das Hallenbad von innen gesehen. Und das, obwohl die kleine Weikersheimer Badewelt nur einen Katzensprung vom Klassenzimmer entfernt liegt. Und auch die Zweitklässler – bald sind sie schon in der dritten Klasse - hatten nur sehr vereinzelt die Chance, in der Klassengemeinschaft zum Schulschwimmen zu gehen.
Für die Bevölkerung ist das Bad zwar bereits seit ein paar Wochen wieder zugänglich, doch zunächst gab es mal keine Schulschwimmzeiten. Die Schulleitung hängte sich ans Telefon, um angesichts deutlich gesunkener Infektionszahlen endlich auch den Schülerinnen und Schülern der GMS wieder Zugang zum Schwimmunterricht zu ermöglichen.
Bürgermeister Klaus Kornberger und auch Schwimmmeister Stefan Lahr legten sich gewaltig ins Zeug, um reguläre Schulschwimmzeiten für die GMS zu finden. Bis zu den Sommerferien sind es zwar nur noch ein paar Wochen, aber immerhin steht bis dahin für die Klassen 1 bis 6 wieder Schwimmunterricht auf dem Stundenplan. Von Dienstag bis Freitag kann die Schule das Bad zwischen halb acht Uhr früh und 11 Uhr vormittags mit zwei Schwimmgruppen nacheinander belegen.
Die organisatorische Herausforderung für die Schule war nicht gerade eine Bagatelle: Da war nicht nur die Elternschaft zu informieren – für die Jüngsten ist der Schwimmbad-Erstkontakt ja durchaus eine aufregende neue Zutat zum Schulleben – sondern es mussten für nur noch drei Schulwochen die Stundenpläne für sechs Klassenstufen so umgemodelt werden, dass möglichst vielen Schülerinnen und Schülern wenigstens noch ein paar Unterrichtseinheiten am und im Wasser zukommen würden.
Schließlich geht es beim Schwimmunterricht um die Sicherheit. Viel zu viele Badeunfälle von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat es in diesem Jahr schon gegeben. Als nach fehlendem Schwimmunterricht und der coronabedingten langen Schließungszeit öffentlicher Bäder Kinder und ungeübte Jugendliche und Erwachsene bei steigenden Temperaturen Abkühlung auch in Seen und Flüssen suchten, konnten in mehreren Fällen auch Rettungsschwimmer nicht mehr helfen.

Daher war es Schulleiter Peter Pflüger und seiner Stellvertreterin Gudrun Wolf, den Klassen- und Schwimmlehrern und -lehrerinnen besonders wichtig, den Kindern einen zwar kurzen, aber intensiven Schwimmunterricht vor dem Ferienstart anbieten zu können.
Und die Kinder? Sie sind hellauf begeistert. Nach kurzer Einführung durch Schwimmmeister Lahr ging es am Dienstag um halb acht für die ersten ab in die Umkleidekabinen, unter die Duschen und dann mit viel Hallo an den Beckenrand.
Unter den aufmerksamen Blicken von Schwimmmeister, Klassen- und SchimmlehrerInnen machen Schwimmbretter und Schwimmnudeln im flachen Nichtschwimmerbereich die erste Begegnung mit dem feuchten Element leicht. „Hurra, wir schwimmen wieder“ jubeln Zweitklässler, von denen ein paar sogar schon ihr Seepferdchen gemacht haben und begeistert Anlauf nehmen für den ersten Hopser vom Sprungbrett. Dann kann der Sommer ja kommen.



Max Müller und Laurin Lehmaier: Automatischer Sackkarrenaufzug

Leonard Metzger und Leon Frick:  Blinker für Fahrrad und Fahrradanhänger

Kreative Köpfe ausgezeichnet!

Mit dem Wettbewerb "Kreative Köpfe" wird der Entdecker- und Erfindergeist der teilnehmenden Schüler/innen geweckt. Schüler/innen im Alter von 13 bis 19 Jahren können Projektideen mit Unterstützung von Experten aus regionalen Unternehmen umsetzten. Dabei erhalten sie wertvolle Einblicke in Unternehmen sowie Möglichkeiten zu forschen, zu tüfteln und auszuprobieren.

Nachdem die Vorstellung der innovativen Ideen bereits in der Auftaktveranstaltung im Januar 2020 stattfand, und coronabedingt die Verwirklichung längere Zeit in Anspruch nahm, konnte jetzt endlich die Preisverleihung in der Mensa der GMS vorgenommen werden.

Dr. Schön vom Stadtwerk Tauberfranken und die Wettbewerbsleiterin der Kreativen Köpfe               Frau Lange-Schmalz zeichneten die PreisträgerInnen der GMS und des Gymnasiums Weikersheim im Beisein von Eltern, Schulleitungen und Vertretern der betreuenden Firmen aus.


Unsere Schule stellt sich vor


 Die neuen Schüler-Stühle sind neongrün: Top ausgestattet wurden die Naturwissenschaft- und Technikräume an der Weikersheimer Gemeinschaftsschule. Bürgermeister Klaus Kornberger (links) informierte sich bei den Schulleitern Peter Pflüger und Gurdun Wolf. Die Decken-Versorgungsleitungen sind absenkbar.
Bild: Michael Weber-Schwarz

 GEMEINSCHAFTSSCHULE WEIKERSHEIM / STADT ALS SCHULTRÄGER INVESTIERT KRÄFTIG IN NEUE NATURWISSENSCHAFT- UND TECHNIKRÄUME

 Ankoppeln an Zukunfts-Experimente

 Punkten mit Naturwissenschaft und Technik – das kann jetzt die Weikersheimer „GMS“. Drei Räume wurden jetzt umgestaltet und auf den neuesten Stand gebracht.

Weikersheim. Einige Generationen von Weikersheimern haben hier schon die Schulbank gedrückt: Im „Raum 18“ der heutigen Gemeinschaftsschule (GMS) herrschte durch den ehrwürdigen Stufen-Aufbau mit Klappsitzen eine universitäre Hörsaalatmosphäre, wenn der Lehrer vor der Tafel auf einem großen Versuchstisch seine Experimente erläuterte.               

 Was nach nostalgischer Atmosphäre im Stil der Rühmannschen „Feuerzangenbowle“ klingt, war sicher auch ein bisschen so – doch die frontale Unterrichtsmethode hat längst ausgedient.

 „Selbermachen“ bringt mehr

 Vor allem im Bereich Naturwissenschaft und Technik hat sich seit den 1970er Jahren, als der Stufensaal erbaut wurde, die Erkenntnis durchgesetzt, dass „Selbermachen“ dem Schüler viel mehr bringt. Wer einmal einen technischen Beruf ergreift, muss schon in der Schule lernen, dass es nicht nur um Kopf-, sondern auch um Handarbeit geht. Die nebeneinander liegenden Räume 18 bis 20 sind deshalb aus Mitteln und mit Unterstützung des Schulträgers generalüberholt worden. Die Stadt Weikersheim hat hier fast 200 000 Euro in Lehre und Bildung investiert, informierte Bürgermeister Klaus Kornberger bei einem Vor-Ort-Termin. Dass daran keine Schüler teilnehmen konnten, wurde von Verwaltungschef und Schulleitung sehr bedauert, denn diesen kommen die neuen Räume ja letzlich zugute. Nach dem Sachunterricht in der Grundschule werden erste naturwissenschaftliche Kenntnisse im Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT; Klasse 5/6) der Gemeinschaftsschule erweitert. In weiteren Klassenstufen folgt der Fachunterricht in Biologie, Chemie, Physik und im Wahlpflichtfach Technik, sowie im Profilfach Naturwissenschaft und Technik. Zwei nagelneue Räume für den Experimentier-Unterricht gibt es jetzt, dazwischen ein großer Vorbereitungs- und Lagerraum, etwa für Gerätschaften und sensible Chemikalien. Hier wurde auch ein moderner Sicherheits- und Gefahrstoffschrank mit Absauganlage eingebaut.

 Stromzapfen und Absaugen

 In Raum 18 ist umfangreiche Arbeit geleistet worden: Im vergangenen Februar hat der städtische Bauhof in kommunaler Eigenleistung die Podeste/Stufen herausgebrochen. Übers Bauamt liefen die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke, bzw. nötigen Anschaffungen. Neben neuen Möbeln gibt es nun für die Arbeitstische auch eine je unabhängige Versorgung mit Strom und Gas samt Notabschalter über absenkbare Deckenlifter. Auch PC- und Internet-Technik können „oben“ direkt angekoppelt werden – und die Schüler koppeln sich damit zugleich an den Faktor Zukunft an. Für das sofortige Unschädlichmachen von Chemie-Gasen, Stäuben und Aerosolen gibt es ein mobiles Digestorium – einen Dunstabzug. Er dient zum sicheren Arbeiten und dem Schutz des Experimentators.   Alle Beteiligten: der Bürgermeister, Schulleiter Peter Pflüger und seine Stellvertreterin Gudrun Wolf, zeigten sich bei der Besichtigung begeistert – es breche ein neues Zeitalter im naturwissenschaftlichen Unterricht an. Eigene Beobachtungen, direkte Erfahrungen und selbst durchgeführte Experimente oder technische Probleme können jetzt unter Anleitung und in adäquater Umgebung im Zentrum der Schulstunden stehen.

 Michael Weber-Schwarz, Fränkische Nachrichten


Wechsel an der Spitze des Elternbeirats

 

In der ersten Sitzung des Elternbeirats der Gemeinschaftsschule Weikersheim in diesem Schuljahr wurde neu gewählt.

Elternbeiratsvorsitzender ist Herr Andreas Fischer-Klärle, seine Stellvertreterin

Frau Bianca Fries.

Rektor Peter Pflüger und Konrektorin Gudrun Wolf gratulierten zu der Wahl und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.

                                                           

                                                                                      05.11.2020


Gymnasium und Gemeinschaftsschule starten digital durch

Schüler finden Wandtafeln mit Smartphone-Oberfläche „echt cool“

Digital kann schwierig sein, wie jüngst das Weikersheimer Gymnasium feststellen musste. Maileingang: Null. Und raus ging auch nichts mehr. Der Grund? Eine neue Mailverwaltungsvariante sorgte für einen gehörigen Ein- und Ausgangsstau.

Digital kann aber auch ganz einfach sein. Das beweist die smarte Schülerschaft weltweit, die mit Phones und Tablets international vernetzt ist, mit einem Wisch auf Infos jeder Art zugreifen kann, skypt, chattet, surft und ihren Lehrern oft meilenweit voraus ist.

Am Weikersheimer Schulzentrum drücken in Gymnasium und Gemeinschaftsschule insgesamt rund 850 Schülerinnen und Schüler die Schulbank. Seit Schuljahresbeginn ist Tafelkreide im Unterricht nicht mehr gefragt. An den Wänden der Klassenzimmer haben interaktive Display-Tafeln Einzug gehalten. Absolut cool fänden das die Kids, die es genießen, ihren Lehrkräften immer mal wieder einen cleveren Handhabungstipp geben zu können.

Stift aktivieren, vom Stick Inhalte laden, schreiben, wischen: das funktioniert schon überall im Campus zwischen Humboldt- und Laudenbacher Straße. Noch nicht komplett eingerichtet ist das WLAN-Netzwerk, doch die Anbindung werde, so hoffen beide Schulleitungen, nach den Herbstferien stehen.

Eigentlich hätte man schon viel weiter sein wollen, berichtet der stellvertretende Leiter des Gymnasiums Georg Konietzka: Früh und unter Einbeziehung der Elternvertretungen einigten sich die beiden Schulen in etlichen Sitzungsrunden mit der Kommune auf eine Komponenten sparende einheitliche Campuslösung mit einheitlicher Hard- und Software sowie gemeinsamen Fortbildungen für beide Kollegien. Die Schulleitungen sind hoch zufrieden mit der guten Kooperation mit der Stadt.

Bereits seit Anfang Januar liegt auch die Zertifizierung entsprechend des Medienentwicklungsplans vor. Und dann kam Corona. Die Folge: Ganz Europa setzte auf Digitalisierung und manches sonst leicht zu beschaffende Gerät wurde kurzfristig zur Mangelware.

Immerhin: Übers Corona-Sofortausstattungsprogramm konnten beide Schulen alle hier unterrichteten Kinder und Jugendlichen mit Endgeräten ausstatten, in den Sommerferien wurden mit Unterstützung städtischer Mitarbeiter die alten Tafeln abgebaut. Mitarbeiter des Tafellieferanten VS  - Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH Tauberbischofsheim -, die im August den Zuschlag für die Ausstattung erhalten hatten,  packten ebenso mit an wie die Lehrerschaft. Regionale Firmen erledigen die erforderlichen Bauarbeiten.

Einfach gestaltet sich der Unterricht im Gymnasium und der Gemeinschaftsschule derzeit nicht: Der Ansteckungsgefahr wegen stehen alle Klassenzimmertüren offen, der Bauarbeiten wegen müssen immer wieder Klassen in andere Räume umziehen, wobei sich Gruppen in den Fluren möglichst nicht begegnen sollen, und Baulärm und Staub sorgen auch nicht gerade für optimale Lernbedingungen. Das aber nehme man angesichts des angestrebten Ziels gerne in Kauf, so GMS-Konrektorin Gudrun Wolf.

Zum Regelunterricht gesellen sich durch die digitale Aufrüstung künftig mehrere Zusatzvarianten, die auch bei Teilschließungen effektives Lehren und Lernen ermöglichen: Lehrer können auch bei krankheits- oder quarantänebedingten Ausfällen vom Klassenzimmer oder aus dem Homeoffice ihre Klassen oder auch erkrankte Schüler nach dem Stundenplan unterrichten: Quasi-Präsenzunterricht in den Kinder- und Jugendzimmern.

Klar sei allerdings, dass auch die Elternschaft gefordert sei, so GMS-Schulleiter Peter Pflüger: Das Schulleben wächst nach außen und initiiert so einen gesellschaftlich höchst spannenden Prozess.

Erfahrungen mit dem Fernunterricht sammelten Schüler, Eltern und Lehrer in den vergangenen Monaten ohnehin reichlich, wenn auch oft nicht gerade freiwillig. In anderen Ländern wie Australien und Neuseeland gehöre dieses Unterrichtsmodell seit Jahren zum Alltag, ergänzt die Schulleiterin des Gymnasiums Christiane Ballas-Mahler, die die Entwicklung der Schule zu einer echten Lerngemeinschaft aller Beteiligten begrüßt.

Gemeinsam mit ihren Schulleitungs-KollegInnen fordert sie allerdings eine Überarbeitung der Rechtslage, denn derzeit muss sich jede Lehrkraft noch ausdrücklich damit einverstanden erklären, dass der Unterricht gestreamt wird.

Auch ohne die erst nach den Herbstferien komplette WLAN-Anbindung sind die neuen Tafeln in beiden Schulen jetzt schon der Hit: Wie auf der Smartphoneoberfläche lassen sich Ansichten nach Lust und Laune vergrößern, verkleinern, drehen und wenden, in Dokumenten zu blättern ist kein Problem.

Dass die neue Ausrüstung Overhaedprojektoren, Beamer und CD-Player, die sich immer mal wieder als störanfällig erwiesen, überflüssig macht, freut die Unterrichtenden. Und wenn sich dann nach den Herbstferien auch noch Hintergrundquellen aus dem Netz zuschalten lassen und die Lehrerschaft dank der geplanten VS-Fortbildungen die Technik so richtig beherrscht, dürften sich nach und nach Strukturen entwickeln – und der Schulalltag wieder zum Schulalltag werden.

 

Bilder(©Inge Braune):

Bei der Schülerschaft von Gymnasium und Gemeinschaftsschule kommen die digitalen Display-Tafeln mit ihrer Smartphone-Oberfläche ebenso gut an wie bei der Lehrerschaft. Wenn nach den Herbstferien auch die Netzwerkkomponenten rund laufen, ist virtueller Präsenzunterricht nach Stundenplan auch in den Kinderzimmern möglich. Die Aufnahme zeigt die Schulleitungsteams von Gemeinschaftsschule (links im Bild: Konrektorin Gudrun Wolf und GMS-Schulleiter Peter Pflüger) und Gymnasium (rechts Schulleiterin Christiana Ballas-Mahler und ihr Stellvertreter Georg Konietzka).