Die Lesepaten

 

Erfolgreiche Leseförderung an der Gemeinschaftsschule Weikersheim

 

Alles begann vor über 11 Jahren mit einer Gruppe von interessierten Erwachsenen, die es Kindern mit Leseproblemen ermöglichen wollten, Lesen zu lernen. Initiator war der Schulpsychologe Dr. Gero Tacke, der seinerzeit die Lesepaten ausbildete und ihnen das Programm zur Leseförderung in einigen Sitzungen erklärte. Ziel ist es heute noch, dass die Schüler in der Förderung so weit lesen lernen, dass sie in allen Schulfächern mitkommen können. Um dieses Ziel zu erreichen wird seit 2004 das Programm „Flüssig lesen lernen“ mit Erfolg angewendet. Es basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und weist somit eine größere Erfolgswahrscheinlichkeit auf als Konzeptionen, die nicht durch Forschungsergebnisse untermauert sind.

 

In den vergangenen Monaten durfte die Gemeinschaftsschule Weikersheim 3 neue ehrenamtliche Lesepaten-Mitglieder begrüßen. So freuen wir uns über den Zuwachs, sind aber genauso froh über erfahrene und langjährige Mitglieder wie Frau Rosi Plonka, die von Anfang an dabei ist und ihre Aufgabe immer noch motiviert durchführt.

 

Unterstützt wird sie in diesem Schuljahr von Marianne Kernstock, Wolfgang Kniep, Elli König, Sascha Korosec, Elisabeth Kraft, Hannelore Lang, Rita Maier, Dr. Rolf Müller, Margret Neser, Gisela Sautter und Inge Schlundt, die zum Teil ebenfalls schon sehr lange dabei sind.

 

Durch sie und alle Lesepaten erhalten unsere leseschwachen Kinder aus den Klassen 1 und 2 eine optimale Förderung an jedem Schultag. In Einzelbetreuung findet das 20 minütige Lesetraining in Abstimmung mit dem jeweiligen Stundenplan statt. Durch gezielte Reflexions- und Evaluationsphasen mit den Lehrern wird langfristig eine Verbesserung der Leseleistung der Schüler und Schülerinnen erzielt. Und das macht sich seit über 11 Jahren bemerkbar. Sowohl Eltern als auch Kollegen berichten von den sehr guten Fortschritten der Kinder, was nochmals zusätzlichen Ansporn verleiht. Dass unsere Lesepaten mit Leib und Seele dabei sind und ihnen die Kinder auch am Herzen liegen, zeigt u.a. auch eine Geste von Frau Gisela Sautter, die sich dankenswerter Weise bereit erklärt hat, die Kosten für noch fehlendes Lesematerial zu übernehmen.

 

Die Gemeinschaftsschule dankt hiermit nochmals allen Lesepaten für die erfolgreiche Leseförderung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihnen.

 

 

 

Wieso benötigen Kinder eine individuelle Leseförderung?

 

"Leseförderung ist ja eine Investition in die Zukunft, sie ist keine Subvention, die man als Verfügungsmasse betrachten darf. Leseförderung ist eine echte Investition und gehört zum Fundament unseres Bildungswesens. Durch das Lesenkönnen entsteht eine Art Kettenreaktion, die in der Schule die Kompetenz sowohl im Fach Deutsch verstärkt, als auch in die anderen Fächer hinein wirkt; denn Lesen ist die Grundlage des Wissenerwerbs. Wer gut lesen kann wird gebildeter sein. Er wird bessere Bildungsabschlüsse machen können. Und wenn er einen guten Bildungsabschluss hat, dann besitzt er auch bessere Chancen, einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Auf diese Weise kann er auch für unseren Staat, für unsere Gesellschaft einen besseren Beitrag leisten. Deshalb ist die konsequente Leseförderung so wichtig für unser aller Zukunft."

Malte Blümke, Bundesvorsitzender der Bödecker-Kreise, in: Autorenbegegnungen - 50 Jahre Leseförderung durch den Friedrich-Bödecker-Kreis (2004), Hrsg.: Hans Bödecker et al.

 

Seit einigen Jahren bieten wir unseren Schülern/- innen ein spezielles Leseförderungsprogramm an, welches sich an dem Prinzip der Lesepatenschaft orientiert. Die  11 ehrenamtlichen Lesepaten kommen in die Schule, um leseschwache Kinder zu fördern. Für jedes Kind, welches Schwierigkeiten beim Lesen lernen hat, sind an fünf Vormittagen jeweils 20 Minuten zum Üben vorgesehen, um die Lesekompetenz der Schüler/- innen zu fördern.  Das Lesetraining findet jeweils in einer Einzelbetreuung statt damit eine harmonische und vertrauensvolle Beziehung zwischen den Lesepaten und Schülern ermöglicht wird.

Die genauen Termine werden zu  Beginn des Schuljahres aufgestellt und in Abhängigkeit vom Stundenplan abgestimmt.

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Lesepaten, die Schulleitung, die Deutschlehrkräfte sowie die betreuende Lehrkraft, um gemeinsam über die Entwicklung der Lesefähigkeit- und fertigkeit der Schüler/- innen zu sprechen. Dieser Austausch ermöglicht Kooperation zwischen den Lesepaten und Lehrkräften. Durch gezielte Reflexions-  und Evaluationphasen soll langfristig eine Verbesserung der Leseleistung  einzelnen Schüler/- innen  erzielt werden.